PUBLIKATION: "Kollektives Bauen und Wohnen in Wien"

Dissertation der Ethnologin Ana Rogojanu

Publikation "Kollektives Bauen und Wohnen in Wien"

Die Ethnologin Ana Rogojanu befasste sich in ihrer Dissertation mit zwei in den 1980er Jahren entstandenen Wiener Wohnprojekten. Die ethnographische Erforschung der beiden Projekte betrieb sie zwischen 2012 und 2016, wobei sie die Planungsprozesse aus heutiger Perspektive rekonstruierte und sich Praktiken der Aneignung von architektonischen Räumen sowie den subjektiven Perspektiven der BewohnerInnen auf das Alltagsleben und seine Veränderung widmete. Nun konnte sie ihre überarbeitete Dissertation unter dem Titel "Kollektives Bauen und Wohnen in Wien. Eine ethnographische Untersichung zweier gemeinschaftsorientierter Wohnprojekte" im Böhlau-Verlag in der Reihe "Ethnographie des Alltags" veröffentlichen:
Am Beispiel zweier Projekte gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens spürt dieses Buch dem Zusammenhang von Architektur und Gesellschaft nach. In ihren Fallstudien fragt die Autorin danach, wie sich bestimmte Vorstellungen und Ideale menschlichen Zusammenlebens in der Architektur von Gebäuden spiegeln und welche Bedeutung die materielle Umsetzung dieser Vorstellungen später im Wohnalltag hat. Konkret geht es dabei um Aushandlungsprozesse zwischen den künftigen Bewohnern und den Architekten, um die Aktivitäten und Praktiken des Mit- und Nebeneinanderwohnens, um Grenzziehungen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit und einiges mehr. Die Prozesse werden mit dem genauen Blick der Ethnographin analysiert und im Kontext kulturwissenschaftlicher Raum-, Materialitäts- und Praxisforschung dargestellt.

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